Mit der Zeit

Biografische Begegnungen

Workshop

Ein Foto des Vaters von seiner ersten Reise ans Meer. Der Lieblingspullover der Mutter. Das Tagebuch des Großvaters. Ein handschriftliches Kochrezept der Großmutter oder die Pfeife, die sie manchmal geraucht hat.

Ausgehend von einem konkreten – von Dir mitgebrachten – Gegenstand, laden wir zu einer lebens- und zeitgeschichtlichen Forschungsreise ein, die neue Handlungsspielräume im Hier und Jetzt öffnen kann.

Unterschiedliche Methoden zur Annäherung an ein Familienmitglied – oder auch eine andere wichtige Person – ermöglichen einen Dialog, ein Fragen und Hören, einen über das Bekannte hinaus erweiterten Erinnerungsraum. Vielfältigere Informationen, Blickwinkel und Bewertungen, als die bisher bekannten, können sich zeigen – über das Leben dieses Menschen, die Beziehung zu ihm und dadurch auch zur eigenen Biografie.

Dabei interessiert uns auch das Einbeziehen politischer Bedingungen, sozialer und kultureller Werthaltungen als wichtige Rahmungen von Lebensgeschichten.

Das Teilen der Geschichten, das Zu_Hören und Fragen, das Be_Schreiben, das Mit_Spielen und Mit_Erzählen der Anderen schenkt neue Erkenntnisse, zeigt Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Zusammenhänge von Lebensgeschichten und Lebenserzählungen auf.

Ziele

  • Erweiterung persönlicher, familiärer, gesellschaftlicher Erinnerungsräume und Narrative
  • Verflüssigen von verfestigten Erzählungen
  • Entdecken von Ressourcen
  • Wahrnehmen kollektiver Geschichte_n

Methoden

  • Storytelling
  • Phantasiereisen
  • Szenisches Spiel (in Anlehnung an Erzähltheater, Erinnerungstheater, Playbacktheater)
  • Kreatives Schreiben

Termine

Nächster geplanter Termin: Frühjahr/Sommer 2020
Der Workshop kann auch gerne in Österreich, Deutschland und der Schweiz angefragt werden

Infos

Leitung: Dorothea Kurteu, Astrid Ranner
Workshop-Dauer: eineinhalb Tage
Kosten: 230.-
max. Teilnehmer*innen: 10

Erika Preisel vom Freien Radio Salzkammergut hat bei unserem letzten Workshop im bifeb in Strobl das folgende Gespräch mit Veronika – einer der Teilnehmer*innen, Astrid Ranner und mir geführt.