Unsere Tischgespräche sind ein Ort der lebendigen demokratischen Reflexion,
eine Spurensuche zwischen Person und Gesellschaft, zwischen privat und politisch.

Und bei allem Ernst, der zur Zeit angebracht ist – oder gerade deshalb! – wollen wir auf das Schöne im Miteinander nicht vergessen.
Rund um den Tisch bei einem Essen zusammenzusitzen, aus dem Topf in der Mitte zu schöpfen,
einander zu erzählen und zu hören – das ist schon ein Stück Demokratie.

Meine Geschichten mit dem Lebensraum Mur
Erinnerungen und Zukunftsbilder

Mittwoch, 10. Juni 2026, 18-21 Uhr
Pavelhaus, Bad Radkersburg
Eine Kooperation mit dem UNESCO Biosphärenpark Unteres Murtal und dem Pavelhaus

Seit Jahrhunderten haben Menschen in der Region Unteres Murtal einen guten Ort zum Leben gefunden. Grundlage dafür sind wunderschöne Naturlandschaften, wirtschaftliche Möglichkeiten und – immer wieder – Ideen und Bemühungen der Menschen.

Wir laden Sie an diesem Abend ein, einander von persönlichen Erinnerungen zu erzählen. – Geschichten von Fluss und Land, von Natur und Kultur, von Unternehmungen und Geschäften, von Begegnungen, Sorgen und Glücksmomenten.

Für diese Erzählrunde decken wir einen großen Tisch für etwa 15 Personen im schönen Garten des Pavelhauses, und servieren ein einfaches, schmackhaftes Essen.


Das Tischgespräch wird moderiert von Dorothea Kurteu und Bernhard Seidler

INFOS

Termin + Zeit: Mittwoch, 10. Juni 2026, 18-21 Uhr
Ort: Pavelhaus, Laafeld 30, 8490 Bad Radkersburg
Anmeldung: office@pavelhaus.at
Bitte unbedingt bis Mi, 3. Juni 2026 anmelden!

biosphaerenpark.vulkanland.at/ | pavelhaus.at

Ladet auch Ihr uns ein in eure Museen, Ateliers, Küchen oder Gärten!
Wir bringen dieses schöne Format und unsere Moderationserfahrung mit, ihr serviert das Essen.
Gemeinsam wählen wir ein Thema.

WAS IHR ÜBER DIE TISCHGESPRÄCHE WISSEN SOLLTET

Demokratie erkunden

Sich gesellschafts-und demokratiepolitischen Themen über persönliche biografische Erzählungen anzunähern und eigene Erfahrungen mit denen anderer zu vergleichen, kann interessante Erkenntnisse bringen.

Hannah Arendt beschreibt den Tisch sinngemäß als Ort der Gleichen und Verschiedenen, als zutiefst demokratischen Ort also. Unsere Gespräche laden zu einer lebendigen Spurensuche ein, zu einem Blick auf aktuelle gesellschaftliche Themen und Dynamiken aus verschiedenen Perspektiven.

Jedes Tischgespräch nimmt ein Thema in den Fokus. Sehr gerne nehmen wir auch Themenvorschläge auf!

Kultur des Carings

Ein Tischgespräch schafft eine Atmosphäre, in der Menschen

  • sich wohlfühlen können
  • statt des gewohnteren diskutierens (auch sehr wichtig!) einander erzählen und zuhören
  • ihre persönlichen und familiären Erfahrungen mit denen anderer am Tisch vergleichen und
  • Erlebtes auch in Verbindung setzen mit Zeit und Ort, mit geschlechtsspezifischen, sozialen und historischen Bedingungen.

Rund um den Tisch

10 bis 15 Personen unterschiedlicher Generationen nehmen an unserem Tisch Platz. Die Gesprächsteilnehmer*innen sind jeweils andere. Natürlich kannst Du aber gerne wiederkommen!

Das Tischgespräch dauert 3 Stunden und findet meist von etwa 18–21 Uhr statt – siehe dazu bitte jeweilige Veranstaltung.

Das Gespräch wird von erfahrenen Moderator*innen geleitet:
Dorothea Kurteu, Bernhard Seidler

Gastgeber*in werden?

Unser Tischgespräch lebt von gastfreundlichen Räumen und Atmosphären. In Graz haben wir das Gatto im Museum als Homebase gefunden. Wir sind aber sehr gerne unterwegs!

Wenn Du Interesse an einem Erzähl-Mahl Tischgespräch hast und bereit bist, dein Haus für uns zu öffnen, vielleicht auch eine Suppe oder einen Eintopf zu kochen, freuen wir uns sehr!

Bitte einfach Kontakt aufnehmen > dorothea.kurteu@gmail.com

Angst vor Krieg?!
Ein Tischgespräch gegen die Einschüchterung

D0, 13. November, 18-21 Uhr im Gatto im Museum, Graz
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Der Journalist Michael Thumann (Die Zeit) hat kürzlich den Begriff des Sortierens als ein wirksames Gegenmittel gegen Angst und Einschüchterung ins Spiel gebracht. Das fanden wir hilfreich und es entspricht unserer Erfahrung bei den Tischgesprächen. Einander zu erzählen und anderen zuzuhören ist eine sehr gute Möglichkeit des Sortierens. Wir können manches besser einordnen und verstehen, das gibt neuen Handlungsspielraum.

Was befürchte ich? Was befürchtest du? Wie war das in der Familie? Wer hat Erfahrungen mit Krieg? Welche Erzählungen gibt es darüber?
Aber auch: Woher bekommen wir unsere Informationen und wie gehen wir damit um?

Gebote, Verbote: nein danke!?
Erfahrungen mit Freiheit in der Demokratie

Di, 23. September, 18-21 Uhr im Gatto im Museum, Graz
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Freiheit ist eine Sehnsucht der meisten Menschen und sie ist ein Menschenrecht. Als „notwendige Zumutung, leider“ hat deshalb Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Einschränkung verfassungsrechtlich gewährleisteter Grund- und Freiheitsrechte während der Covid-Pandemie bezeichnet. Fünf Jahre später wird noch immer über diverse Entscheidungen aus dieser Zeit des “Freiheitsentzugs” gestritten.

Aber auch gesetzlich festgelegte Freiheits-Einschränkungen, wie Tempolimits, Gurtenpflicht, Rauchverbot, oder Regelungen am Arbeitsplatz, in Schulen, Vereinen oder in der Familie, bieten Stoff für manchmal heftige Diskussionen. Die einen betonen das Wohl aller, die solidarische Gemeinschaft, die anderen ihr individuelles Recht auf Lebensgestaltung.

Welche persönlichen Erfahrungen habt ihr mit Geboten, mit Verboten, mit Grenzen und deren Überschreitung, mit Freiheit und mit Unfreiheit? 

Und vielleicht wollen wir sogar auch ein wenig philosophisch auf das Thema schauen: was meinen wir eigentlich, wenn wir von Freiheit sprechen? 

Kunst. Kultur. Demokratie

Mi, 11. Juni, 18-21 Uhr im Gatto im Museum

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Hinweis:

Diesen Termin haben wir wegen des tragischen Ereignisses in einer Grazer Schule am 10. Juni abgesagt, wir greifen das Thema wieder auf.

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Ohne Kunst und Kultur ist Demokratie nicht denkbar. Kunst öffnet Räume, in denen Kultur lebendig und immer wieder neu verhandelt wird. Kunst und Kultur sind soziales Leben, Spiegel, Wohlfühlen, Widerspruch, Fragen, Inspiration. Kunst und Kultur sind Arbeit für Menschen und Wirtschaftsfaktor für Gemeinden und Regionen.

In der Steiermark ist die freie Kunst- und Kulturszene derzeit durch die Kürzung finanzieller Mittel bedroht. Das hat handfeste politische Gründe.
Die Kulturszene wehrt sich und auch wir wollen einen kleinen Beitrag dazu leisten.

Unsere Kunst ist das Gespräch rund um einen  großen Tisch, das Erzählen, das Hören, das Fragen.  

Welche biografischen Erfahrungen haben wir mit Kunst und Kultur gemacht? Was gibt es zu erzählen über besondere Erlebnisse in einem Theaterstück, einer Ausstellung, einem Konzert, beim Lesen eines Buches? Durch welche Künstler*innen wurden wir wodurch berührt, irritiert, inspiriert? Welche Geschichten gibt es zu unserer eigenen künstlerischen Arbeit zu teilen?  

Caring*?*Democracy

Di, 20. Mai, 18-21 Uhr im Gatto im Museum, Graz
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Caring Democracy ist das Leitmotiv unserer Tischgespräche. Also  wollen wir dieses interessante Begriffspaar einmal erzählend erkunden.

Welche Care-Erfahrungen haben wir in unserer Biografie gemacht? Unter welchen gesellschaftlichen und politischen Bedingungen wurde für uns gesorgt und haben wir für andere – oder anderes – gesorgt? Wann haben wir die Demokratie fürsorglich erlebt? Und wie sorgen wir für die Demokratie? Was braucht es an Veränderungen, damit wir in der Zukunft Geschichten des Gelingens über eine Caring Democracy erzählen können?

Gerade in einer Zeit, in der unsere Demokratien in Unsicherheit sind, ist vielleicht der Moment, über ihre Weiterentwicklung und Vertiefung nachzudenken. Das mag paradox klingen, doch fördert es unsere Phantasie und das kann ziemlich nützlich sein.

Das Caring unseres Tischgespräches ist wieder ein gutes, gemeinsames Essen, ein schöner Ort – das Gatto im Museum in Graz – und eine freundliche Atmosphäre. Herzlich Willkommen! 

Dieses Tischgespräch war verbunden mit einer Veranstaltung der Initiative Fair Sorgen: Ein Workshop zum Thema Caring Democracy mit der Politikwissenschaftlerin Margit Appel am Mi, 21. Mai, 18-20.30 im Lendhafen in Graz. https://fairsorgen.at/termin/caring-democracy-workshop-mit-margit-appel/

Demokratie und Medienbildung

23. April, 18-21 Uhr im Gatto im Museum, Graz
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“Lügenpresse” und “System Medien” sind Kampfbegriffe alter und neuer Rechtsextremer gegen Medien und Medienschaffende in unserer demokratischen Gesellschaft. Die Covid-Pandemie hat einen Boost von Medienbashing und Verschwörungs-Erzählungen zum professionellen Journalismus mit sich gebracht. Die Atmosphäre der Verunsicherung wurde geschickt genutzt – zahlreiche “alternative” rechte und rechts-esoterische Medien sind entstanden.

Wie sieht es mit unserer eigenen Medienbiografie aus? Mit unserer Medienbildung? Mit welchen Medien sind wir aufgewachsen? Wie wurde darüber gesprochen? Was haben wir über Aufgaben und Macht von Zeitungen, Radio, Fernsehen, Internet in einer freien Gesellschaft gelernt? Gibt es Erfahrungen mit positiv wirksamer Macht der Presse? Mit Machtmissbrauch? Wie ist unsere Mediennutzung, vielleicht auch die eigene Publikations-Tätigkeit, heute? Und was haben Angriffe auf die freie Presse auch mit mir als Bürger*in zu tun?

Die Macht der starken Männer

12. März, 18-21 Uhr im Gatto im Museum, Graz
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“Unsere Gesellschaft ist kastriert”, sagt Mark Zuckerberg und fordert “mehr maskuline Energie”. Ein Leitsatz, der die zur Zeit in der Welt wütenden Tyrannen vereint.

Sie kämpfen vermutlich aus unterschiedlichen Motiven – das würde schnell klar werden, wenn sie alle mal rund um einen Tisch erzählen würden! – doch sie alle genießen auf pervertierte Weise ihre Macht. Macht, die ihnen erlaubt, andere Länder zu überfallen, deren Bevölkerung und gewählte Repräsentanten zu demütigen. Macht, die demokratische und soziale Strukturen – z.B. weibliche und queere Denkfiguren und Möglichkeitsräume – vernichten will.

Welche biografischen Erfahrungen haben wir mit Konzepten und Auswirkungen von Macht. Wer hatte in unserem Leben das Sagen?

Mit welchen Mitteln wurden welche Absichten verfolgt?Was haben wir über Macht und Ohnmacht, über Machtmissbrauch gelernt? Welche Erfahrungen haben wir mit Widerstand und Ermächtigung, mit geteilter Macht, mit gestaltender Kraft von Macht?  

Einander von der Demokratie erzählen

15. + 28. Jänner, 18-21 Uhr im Gatto im Museum, Graz
25. Juni, 18-21 Uhr im Pavelhaus/Pavlova hiša, Radkersburg
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Keine einfachen Zeiten für “die Demokratie”. Weltweit scheint autoritärer Populismus attraktiver. Das Vertrauen in demokratische Institutionen nimmt ab. Viele Bürger*innen ziehen sich ins Private zurück. Zugleich wächst aber auch ein neues Interesse an politischen Fragen. Menschen wollen begreifen. Was ist da los? Und was hat das auch mit mir zu tun?

Wie wurde und wird in der Familie, in der Schule, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz über politische Prozesse gesprochen? Welche demokratischen oder undemokratischen Erfahrungen haben wir gemacht? Wo und wie haben wir Diskussionen, Mitsprache und gemeinsame Entscheidungsfindungen erlebt? Wo Ausgrenzung und Abwertung? Wann haben wir zuletzt außerhalb unserer „Bubbles“ Gespräche geführt?


Unsere Tischgespräche in der Steiermark werden gefördert von